Ist die Stimmung ein Indikator für die Zukunft?
von Christian Rotz
Zwei Wochen war ich antriebslos und wusste nichts mit meiner Zeit anzufangen, obwohl ich viele Ideen hatte, die ich auch in die Tat umsetzen hätte können. Jeden Tag verbrachte ich meine Zeit vor dem PC und konnte nichts daran machen. Ich hätte Artikel für meine Webseite schreiben können. Mit meinen RV-Freunden im Skype reden können, was ich ja auch sonst immer gemacht habe. Es gab eine Zeit in der wir das täglich machten. Plötzlich war bei mir die Stimmung sehr bedrückt und ich konnte absolut nicht sagen, warum. Es war, als wenn man eine schwere Last mit sich herumtragen würde und sie nirgends abstellen konnte.
Ich fragte mich selbst, was mit mir los sei und wusste keinen Rat. Dieses Gefühl wollte einfach nicht mehr gehen und blieb und ich habe es auch immer noch, wärend ich diesen Text hier schreibe. Der Unterschied jetzt ist aber, dass ich nun zu wissen glaube, woher dieses Gefühl kam.
Wir Menschen haben die Fähigkeit zu spüren, wenn etwas in unseren Augen Schlimmes geschieht. Meine Lebenspartnerin bekam kürzlich die Diagnose Brustkrebs und man sagte uns, es sei ein bösartiger Tumor. An diesem Tag hatte sich für uns alles verändert und die Sorge wuchs an. Die größte Angst hatte ich davor, dass noch weitere Organe betroffen sein könnten. Wir trugen diese Angst über Tage mit uns herum.
Dies war das Gefühl, welches ich schon zwei Wochen zuvor hatte, doch jetzt war es viel intensiver und sehr viel"schwerer". Eine Mischung aus Ungeduld, Ungewissheit und Angst.
Warum merken wir so etwas oftmals schon im Vorraus?
Ist es möglich, dass wir unsere eigenen zukünftigen Emotionen schon spüren können, wenn sie stark genug sind?
Nach den Erfahrungen, die ich mit Remote Viewing bisher gemacht habe, würde ich dies natürlich für möglich halten.

